TErrA

TErrA_logo_L

Überbetriebliche Tätigkeitswechsel zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit in regionalen Netzwerken

Unter dem Leitkonzept der Prävention schafft das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt TErrA praxisgerechte neue Lösungen für den langfristigen Erhalt der Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten. Ziel der sieben Partner aus der Wirtschaft, der Arbeits- und Gesundheitsforschung und dem Bildungssektor ist es, innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit Modelle überbetrieblicher Tätigkeitswechsel in regionalen Unternehmensnetzwerken zu entwickeln und zu erproben.

Mit dem demografischen Wandel in Deutschland gewinnen innovative Alters- und Alternsmanagement-Konzepte für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Der Rückgang tätigkeitsbezogener Leistungspotenziale mit höherem Alter steht vielfach im Zusammenhang mit gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen und fehlenden Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln. Mobilität zwischen Arbeitsplätzen bzw. Tätigkeit kann dem Prozess entgegenwirken, indem neue Beschäftigungsalternativen für Mitarbeitende – erstmals außerhalb des bisherigen Unternehmens – geschaffen werden.

Das Verbundprojekt TErrA greift diesen Ansatz auf. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von Modellen überbetrieblicher Tätigkeitswechsel in bestehenden regionalen Netzwerken, um die Arbeitsfähigkeit von Mitarbeitenden dauerhaft – möglichst bis zum gesetzlichen Renteneintrittsalter – zu erhalten: ein Gewinn für Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen. Beschäftigte mit drohenden oder vorhandenen gesundheitlichen Einschränkungen werden durch individuelle Kompetenzentwicklung auf eine neue Tätigkeit in einem anderen Unternehmen gezielt vorbereitet. Das aufnehmende Unternehmen erhält einen erfahrenen und motivierten Mitarbeiter.

In der Modellregion Rhein-Ruhr entwickeln die Projektpartner zunächst die Rahmenbedingungen und Instrumente für überbetriebliche Tätigkeitswechsel. Im Verlauf des Projektes werden die erarbeiteten Präventions-Modelle auf weitere regionale Netzwerke in Deutschland übertragen.

Über das Projekt

Das am 1. April 2016 gestartete Projekt Überbetriebliche Tätigkeitswechsel zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit in regionalen Netzwerken TErrA wird vom BMBF im Programm „Innovation für die Produktion, Dienstleistungen, Arbeit von morgen“ gefördert. Projektpartner der Präventionsallianz sind das Berufsförderungswerk Dortmund, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V., Das Demographie Netzwerk e. V. (ddn), die EDG Entsorgung Dortmund GmbH, die Prospektiv GmbH und die thyssenkrupp Steel Europe AG. Die Projektlaufzeit endet am 30. April 2019.

Weitere ausführliche Informationen erhalten Sie unter www.taetigkeitswechsel.de. Der Projektflyer kann hier heruntergeladen werden.


Hier können Sie den Film zur am 07.03.2019 stattgefundenen Abschlussveranstaltung in Berlin ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=5aWYjZPNQhE

Teaser: https://www.youtube.com/watch?v=qX8JW_9CUUk

 


„Abschlussveranstaltungen im Projekt TErrA – Tätigkeitswechsel zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit“

TErrA – so heißt das Projekt, das von ca. 200 Wissenschaftlern, Politikern, Unternehmen, Beschäftigten und Experten der Sozialversicherungen in zwei Abschlussveranstaltungen in Dortmund (am 05.02.2019) und Berlin (am 07.03.2019) diskutiert wurde. Der präventive überbetriebliche Tätigkeitswechsel in regionalen Netzwerken wurde als eine soziale Innovation identifiziert, die ungewohnte Lösungen für den deutschen Arbeitsmarkt in Zeiten des demographischen Wandels und der digitalen Transformation bietet. Dabei berücksichtigt der systematisch neu entwickelte Tätigkeitswechselprozess sowohl die Unternehmens-, als auch die Beschäftigtenperspektive. Er bietet nachhaltige Lösungen für die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und beschreibt das dazu notwendige Vorgehen.

Sowohl im Berufsförderungswerk Dortmund, als auch im Spreespeicher Berlin waren sich die Teilnehmer einig, dass präventive Tätigkeitswechsel eine vielversprechende Alternative für eine positive Veränderung der Arbeitsbedingungen sind, die am Besten in regionalen Netzwerken gemanagt werden sollten. Nachhaltige Erwerbsverläufe sind das angestrebte Ergebnis eines gemeinsam von Unternehmen und Beschäftigten getragenen Tätigkeitswechselprozesses, der nicht nur Gesundheit, sondern auch Qualifikation und Motivation einschließt.

In Berlin wurde zudem die Abschlussbroschüre „Erwerbsverläufe präventiv gestalten“ veröffentlicht, die sie hier herunterladen können.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und dem Projekt finden Sie auf www.taetigkeitswechsel.de

 

 

Quelle: Bfw Dortmund
Moderatorin Sabine Ziemke, Arne Lehmann (Prospektiv GmbH), Martina Schmeink (ddn), Michael Niehaus (BAuA), Christoph Schmidt (bfw Dortmund) in der Diskussion

 

 


TErrA-Workshop bei der „Personal Wissen Kompakt 2019“ am 09. Mai  in der BAuA

Die Ergebnisse aus dem TErrA-Projekt werden auch über das Projektende hinaus transferiert. So auch im Rahmen von zwei  Workshops bei der Veranstaltung „Personal Wissen Komapkt“, die jährlich von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) sowie der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) durchgeführt wird.

Im Fokus des Workshops stand die Vorstellung der Resultate des Projektes: Die einzelnen Phasen des konzipierten Tätigkeitswechselprozesses und die genutzten Instrumente wurden vorgestellt und von Unternehmens- und Beschäftigtenseite aus betrachtet.  Gemeinsam mit Unternehmensvertreter*innen, Multiplikatoren und Intermediären wurde intensiv über die  Nutzbarkeit der Ergebnisse für die eigene Berufspraxis diskutiert.

Insgesamt waren sowohl die gesamte Veranstaltung als auch die TErrA-Workshops ein voller Erfolg.

Mehr Informationen sowie Bilder und Videos zur Veranstaltung finden Sie in Kürze hier.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter www.taetigkeitswechsel.de

 


Ansprechpartner:
Arne Lehmann
Email: lehmann@prospektiv.de
Tel.: 0231 / 55 69 76-20

Kai Rosetti
Email: rosetti@prospektiv.de
Tel.: 0231 / 55 69 76 -17

Letzte Aktualisierung dieser Seite: Juni 2019