ProDivers

Das Programm „Fachkräfte sichern – weiter bilden und Gleichstellung fördern“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Logo_Weiter_bilden_und_Gleichstellen_RGB_150ppi_h150

Logo_BMAS_4C_S_150

ESF_h150

Europäische Union_h150

Zusammen Zukunft Gestalten_h150

Mit finanzieller Unterstützung von

Region_Hannover_300


ProDivers

Produktion und Diversität: Diversity Management als operative Führungsaufgabe

Das am 01.03.2016 gestartete Projekt ProDivers (Laufzeit: 3 Jahre) beschäftigt sich mit Diversität – also mit Vielfalt und Unterschiedlichkeiten in produzierenden Unternehmen und ihren Belegschaften aus den Branchen Chemie (IG BCE) sowie Metall und Elektro (IG Metall). Gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds, ist es innerhalb der ESF-Sozialpartnerrichtlinien “Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern” einzuordnen.

Im Projekt werden nicht nur die „klassischen“ Dimensionen wie z.B.  Alter, Geschlecht oder Herkunft in den Fokus genommen. Denn in der betrieblichen Realität sind oftmals weitere Unterschiede zwischen den Beschäftigten wichtig wie etwa der Unterschied zwischen An- und Ungelernten, verschiedenen Abteilungen, an Schnittstellen zwischen Abteilungen, zwischen Stammbelegschaft und Leiharbeiter/-innen, usw. Vor diesem Hintergrund  setzt das Projekt dort an, wo Diversität wirklich passiert: Auf der operativen Führungsebene, denn diese Führungskräfte arbeiten täglich mit den unterschiedlichen Beschäftigtengruppen zusammen.

Durch das Projekt sollen Unternehmen für Diversität sensibilisiert sowie deren Führungskräfte und Beschäftigte für den Umgang mit dieser qualifiziert werden, damit alle Gruppierungen der Belegschaft voll in den betrieblichen Alltag integriert werden können. Als Konsequenz aus einem besseren Verständnis füreinander, einer besseren Zusammenarbeit miteinander und weniger Konflikten untereinander kann somit das Potenzial jedes/-r einzelnen/-r Mitarbeiters/-in und der gesamten Belegschaft im Arbeitsprozess genutzt werden.

Im Projekt stehen folgende wesentliche Arbeitsschwerpunkte im Mittelpunkt:

  • Durch Qualifizierungen werden die Kompetenzen z.B. von Meister/-innen oder Vorarbeiter/-innen im Projekt in Bezug auf Diversität und das Selbstverständnis als Führungskraft gestärkt.
  • Darüber hinaus werden innerhalb der Unternehmen mithilfe von Integrationstandems auf der Beschäftigtenebene Lösungsansätze für diversitätsbedingte Spannungsfelder erarbeitet.
  • Als dritter Aspekt erfolgt ein unternehmensübergreifender Austausch in Form von sogenannten „Diversitätswerkstätten“. Diese ermöglichen es den Teilnehmenden aus den verschiedenen Unternehmen zusammen zukommen und gemeinsam projektbezogene Themen zu bearbeiten.
  • Darüber hinaus findet stetig ein Transfer der Ergebnisse mit den Partnern und Sozialpartnern des Projekts statt.

Weitere Informationen können Sie dem Projektflyer entnehmen.

Flyer_Titelbild

Qualifizierungen

Grafik_HP

Pro Unternehmen werden vier Qualifizierungssrunden durchgeführt, an denen je Unternehmen zwischen sechs und zwölf Führungskräfte und Mitglieder des Betriebsrats über die dreijährige Projektlaufzeit hinweg teilnehmen werden. Die Inhalte der Qualifizierungen werden individuell mit den Unternehmen in Form eines Kickoff-Meetings erarbeitet und sollen aktuelle Themen der Unternehmen in Bezug auf Diversität widerspiegeln. Je nach thematischen Schwerpunkten können diese auch überbetrieblich durchgeführt werden.

Geplant werden Qualifizierungen der Führungskräfte und Mitglieder des Betriebsrats zu den folgenden Themen:

  • Verantwortung und Rolle als Führungskraft
  • Sensibilisierung und Umgang mit Diversität
  • Wertschätzungstrainings
  • interkulturelle Kompetenzen
  • Zusammenarbeit unterschiedlicher Generationen im Betrieb

Auch die Auswahl der Teilnehmenden wird individuell entschieden, hier werden besonders operative Führungskräfte wie Meister/-innen, Vorabreiter/-innen und Teamleiter/-innen angesprochen. Durch die Qualifizierungen sollen den Unternehmen kompetente Ansprechpartner/-innen als Diversity-Berater zur Verfügung stehen.

Integrationstandems

Um bestehende Konflikte oder Spannungsfelder lösen zu können und hier das Verständnis für Diversität mit den Beschäftigten umzusetzen, werden Integrationstandems eingeführt. In mindestens drei moderierten Arbeitstreffen erhalten die Beschäftigten einen Einblick z. B.
Grafik_Tandem

  • in andere Generationen,
  • in anderen Religion oder Kultur,
  • in andere Arbeitsabläufe oder,
  • in andere Abteilungen.

Dadurch soll das gegenseitige Verständnis und die Akzeptanz erhöht werden. Die Teilnehmenden agieren anschließend in den Unternehme als Integrationslotsen für andere Beschäftigte. Es können zwei oder auch mehr Personen an den Tandems teilnehmen, je nach Ausgangssituation. Insgesamt sollen fünf Tandems pro Unternehmen entstehen, die jeweils mindestens ein halbes Jahr andauern.

 

Diversitätswerkstätten

Grafik_HP_2

Die Diversitätswerkstätten stellen eine Möglichkeit zum überbetrieblichen Erfahrungsaustausch aller am Projekt Teilnehmenden dar, hier können Themen außerhalb des Betriebskontextes diskutiert werden. Während der Projektlaufzeit sollen mindestens fünf Werkstätten stattfinden. So soll der Erfahrungsaustausch unterstützt und eine Möglichkeit zur Vernetzung zwischen den Unternehmen geschaffen werden. Die Inhalte der Diversitätswerkstätten werden nach Bedarf gemeinsam mit den Unternehmen gestaltet. Zu den Werkstätten werden auch die Sozialpartner und strategischen Partner des Projekts eingeladen.

 

Akteure

Modellunternehmen

 Artemis_KuK_4c
ARTEMIS Kautschuk- und Kunststoff- Technik GmbH
Seit der Firmengründung 1975 entwickelt, produziert und vertreibt Artemis Komponenten und Systeme aus Gummi, Kunststoff und Metall für die Branchen Agrartechnik, Erdöl- und Erdgasexploration und den Maschinenbau. Als Zulieferbetrieb hat für uns Qualität oberste Priorität hinsichtlich technischer Eigenschaften, Termintreue und Preis. Moderne Produktionstechnologie sowie bereichsübergreifende Projektteams ermöglichen kurze Entwicklungszeiten für technisch anspruchsvolle Produkte. Die Flexibilität und gute Ausbildung unserer Mitarbeiter, sowie ein umfassendes Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001: 2008 stellt sicher, dass Aufträge termingerecht und in der geforderten Qualität geliefert werden. Artemis hat heute ca. 190 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist seit 1993 Mitglied in dem Unternehmensverbund der Arnold Jäger Holding. Das Firmengelände im Südosten von Hannover umfasst eine Fläche von 19.502 m², von denen ca. 12.100 m² als Produktions-, Lager- und Bürofläche bebaut sind.
 EXIDE Logo 4C_300
Exide Technologies Operations GmbH & Co. KG
Mit Niederlassungen in mehr als 80 Ländern und mehr als 120 Jahren Erfahrung, ist einer der weltweit größten Hersteller und Recycler von Blei-Säure-Batterien. Das Unternehmen entwickelt innovative Energiespeicherlösungen für Automobil und Industrie. Führende Auto-, LKW- und Gabelstapler-Hersteller vertrauen auf Exide Technologies als Erstausrüster.
 Hanno Logo Farbe_300
Hanno Werk GmbH & Co. KG
Hanno steht für Schaum-Imprägnierungen und Lärmschutz. Ca. 150 Mitarbeiter arbeiten südlich des Expo-Geländes an der Lösung von Kundenproblemen auf dem Stand der Technik. Qualität, Wirtschaftlichkeit und Kundenorientierung stehen im Vordergrund. Schwerpunkte sind imprägnierte Schaumstoffe für industrielle Anwendungen, Schallabsorption, Akustik, Entdröhnung sowie die Fugenabdichtung im Hochbau. Zuverlässige Produkte, kompetente Beratung, umfassende Logistik und freundlicher Service zeichnen Hanno aus. 1895 gegründet, liefert Hanno als Teil der Hanno-Vito-Gruppe mit Standorten in Deutschland, Schweiz, Österreich, Russland und den USA europaweit und nach Übersee.
 LPKF_Logo_4C_Druck_PZ_300
LPKF Laser & Electronics AG
LPKF entwickelt und produziert seit 1976 Präzisionsmaschinen und Verfahren zur Materialbearbeitung, ursprünglich für die Herstellung von Leiterplattenprototypen. Heute gehört LPKF bei der Mikromaterialbearbeitung mit dem Laser zur Weltspitze.
 Logo_Pelikan_300
Pelikan PBS-Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG
Die Pelikan PBS-Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG ist Teil des Pelikan-Konzerns und dessen mittlerweile knapp 180 Jahre alten Geschichte. Als produzierendes Unternehmen mit ca. 260 Mitarbeitern entwickelt sie am Standort Peine-Vöhrum Schul-, Mal-, Zeichen- und Bürobedarf sowie hochwertige Schreibgeräte und stellt diese in der eigenen Produktion mit hoher Fertigungstiefe her. Darüber hinaus fertigt die Pelikan PBS-Produktionsgesellschaft mbH & Co. KG im Rahmen des OEM-Geschäftes auch Produkte für Dritte und bietet Dienstleistungen für Dritte an.
 Willenbrock Foerdertechnik_Logo-3_300
Willenbrock Fördertechnik GmbH & Co. KG
Mit der Premium-Marke Linde zählen wir seit Jahrzehnten zu den führenden Anbietern von Flurförderzeugen in Deutschland. Als Rundum-Dienstleister in der Intralogistik erfüllen wir mit unseren hochklassigen Komplettlösungen für den innerbetrieblichen Transport die individuellen Wünsche unserer Kunden. An unseren Standorten Hannover und Braunschweig beschäftigen wir ca. 180 Mitarbeiter.


Strategischer Partner

 Region_Hannover_300
Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung der Region Hannover
Wichtigste Aufgabe von der Wirtschaftsförderung ist, die Attraktivität des Wirtschaftsraums Hannover zu entwickeln und die Wettbewerbsfähigkeit der ansässigen Unternehmen zu fördern.Das Spektrum von Projekten und praktischer Beratung im Fachbereich Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung ist entsprechend breit angelegt. Dazu gehören

  • kompetente Dienstleistungen für Unternehmen im  Unternehmensservice – von der Beratung zu betrieblichen Finanzierungs- und Investitionsfragen und der Suche nach einem Nachfolger für das eigene Unternehmen, über die Beratung bei komplexen Fragen im Themenfeld Technologietransfer bis hin zur Ansiedlungsunterstützung oder Krisenprävention und Sanierungsberatung, wenn eine wirtschaftliche Schieflage droht,
  • Projekte zur Schaffung wirtschaftsfreundlicher Infrastruktur wie der Breitbandausbau im Wirtschaftsraum Hannover wie auch,
  • die Sicherung des Fachkräftebedarfs für ansässige Unternehmen. Die Beschäftigungsförderung initiiert und betreut gemeinsam mit regionalen Akteuren wie den Kammern und Verbänden eine Vielzahl von innovativen Projekten mit dem Ziel, dem Fachkräfteengpass frühzeitig zu begegnen.

 

Sozialpartner

Sozialpartner im Projekt sind die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Industriegewerkschaft Metall (IGM).

Letzte Aktualisierung dieser Seite: Februar 2018